Stipendien: Mit Rückenwind durchs Studium

Stipendiaten erhalten 300 Euro monatlich Das Abi ist mit Bravour gemeistert? Und ein Hochschul- oder Fachhochschulstudium wäre der nächste Schritt? Viele denken jetzt darüber nach, wie sie das am besten finanzieren können. Ganz gleich, ob BAföG oder Unterstützung von den Eltern: Wer an einer deutschen Hochschule studieren will, sollte sich ruhig auch nach Stipendienprogrammen wie dem einkommensunabhängigen Deutschlandstipendium erkundigen. Denn das lohnt sich weit über den finanziellen Aspekt hinaus.

Motivation, Entlastung und Karrieresprungbrett

Ein Stipendium ist etwas ganz Besonderes. Es ist eine Anerkennung für das bisher Geleistete und eine Motivationsspritze für das, was noch kommt. Dabei hält es einem finanziell den Rücken frei und kann wichtige Türen für den beruflichen Werdegang öffnen. Für das Deutschlandstipendium trifft das besonders zu, denn die einkommensunabhängige, monatliche Förderung in Höhe von 300 Euro teilen sich private Förderer und der Bund. Viele Förderer beteiligen sich dabei an Workshops, Mentoring-Programmen oder Netzwerkveranstaltungen. Einige bieten den Stipendiatinnen und Stipendiaten auch die Teilnahme an eigenen Förderprogrammen an. So kann man schon während des Studiums Einblicke in die Berufswelt erhalten und Branchenkontakte knüpfen.

Immer mehr machen mit

Organisiert wird das 2011 gestartete Deutschlandstipendium mit Unterstützung des Bundes von den Hochschulen. Sie wählen die Stipendiaten aus, sie werben die Mittel ein und sie bringen, wenn beide einverstanden sind, Stipendiaten und Förderer zusammen. Mit Erfolg: Viele Hochschulen freuen sich inzwischen über neue Netzwerke, die Studierenden, Hochschulen und Mäzenen zugutekommen. Rund 6.000 kleine und große Unternehmen, Institutionen und private Mäzene beteiligten sich allein im vergangenen Jahr. 20.000 Deutschlandstipendien konnten 2013 vergeben werden. Für ein drei Jahre junges, in seiner Art vollkommen neues Programm ist das beachtlich.

Keine falsche Bescheidenheit

Deutschlandstipendiaten studieren in den unterschiedlichsten Fächern. Sie setzen sich in herausragender Weise für ihr Studium ein, engagieren sich sozial und haben zudem oft besondere Bildungshürden gemeistert. Keine Bange: Auch ohne Einser-Abi hat man gute Aussichten auf eine Förderung. Und so manches Spitzentalent unterschätzt sein eigenes Potenzial. Sich im Zweifel an der jeweiligen Hochschule nach den genauen Bewerbungsmodalitäten zu erkundigen, ist daher unbedingt ratsam. Insgesamt gibt es mehr als 6.000 Förderprogramme für Studierende in Deutschland. Fast immer sind Begabung, gute Noten, Leistungsbereitschaft und ehrenamtliche Aktivität gefragt. Beim Deutschlandstipendium werden neben guten Noten und gesellschaftlichem Engagement auch explizit besondere familiäre, soziale oder persönliche Lebensumstände berücksichtigt.

Die Chance beim Schopfe packen

Wer schon zu Beginn des Wintersemesters 2014 ein Deutschlandstipendium erhalten will, sollte sich rasch nach den Möglichkeiten an der Hochschule seiner Wahl erkundigen. Die Bewerbungsfristen sind unterschiedlich. An vielen Hochschulen laufen sie noch bis September. Eine gute erste Anlaufstelle für nähere Infos dazu sind die Webseiten der jeweiligen Hochschule. Wer sich zum Deutschlandstipendium im Allgemeinen erkundigen möchte, findet alles Wissenswerte unter deutschlandstipendium.de. Weitere Informationen zu mehr als 1.200 Stipendienprogrammen hält die des Bundesministeriums für Bildung und Forschung bereit.

Martyna Puls vom Infobüro Deutschlandstipendium

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.