Stipendium & Bewerbung – ein unzertrennliches Paar

WebinareStipendien – sie lassen heranwachsende Schüler und Studenten träumen. Ob es die Sehnsucht nach dem Wunschberuf oder fernen Kulturen ist. Stipendien sind heiß begehrt und der Schlüssel zu vielen Türen, welche zwischen ihnen und einer aussichtsreichen Zukunft stehen.

Hinter der Vergabe der beliebten Studienprogramme stehen jedoch Organisationen, welche zuerst von einer persönlichen Bewerbung überzeugt werden müssen.

Da ihre Voraussetzungen als hart und unerbittlich gelten, entsteht häufig das Bild einer für „Normalsterbliche“ unüberwindbaren Hürde auf der Karriereleiter. Dies ist allerdings ein Vorurteil, von dem sich engagierte Interessenten nicht abschrecken lassen sollten, zumal eine Bewerbung und viel Zuversicht auch in diesem Fall Berge versetzen können.

Das Stipendium – Was steckt hinter ihm?

Als Stipendium wird die finanzielle Unterstützung bezeichnet, welche zum Beispiel an begabte bzw. engagierte Schüler, Studenten und junge Wissenschaftler vergeben wird. Sportler und Künstler sind ebenfalls eine anerkannte Zielgruppe vieler Organisationen.

Zu den Stiftungen, durch die Bewerber zu ausgewählten Stipendiaten werden können, gehören sowohl partei- als auch kirchennahe Institutionen. Im Vorfeld ist es daher empfehlenswert, sich über die Gesinnungen der verschiedenen Institutionen zu informieren. Auslands-Stipendien sind ebenso erwerbbar und unterstützen internationale Studenten bei ihren Vorhaben.

Das Stipendium – Die richtige Bewerbung

Eine „Stipendiums-Bewerbung“ ist in der Regel kaum von einer durchschnittlichen Mappe zu trennen.

Zu ihren Bestandteilen gehören:

  • Ein Anschreiben
  • Ein Deckblatt
  • Ein Lebenslauf (tabellarisch)

Das Anschreiben wird inhaltlich von seinen üblichen Formen getrennt. In ihm geht es natürlich, wie bei jeder anderen Bewerbung, um die Beweggründe und was den perfekten Anwärter auf die freie Stelle, hier das freie Stipendium, ausmacht. Der wichtigste Part ist hingegen die Verbindung mit der Stiftung. Handelt es sich zum Beispiel um eine katholische Organisation, ist es unerlässlich derselben Glaubensrichtung anzugehören. Bei einer politischen Einrichtung, wie einer Stiftung mit dem Hintergrund der SPD, wäre es ein Fauxpas ein Befürworter der CDU zu sein, sofern keine klaren Zusammenhänge dargestellt werden können.

Die Kunst eines guten Anschreibens ist es somit seinem gegenüber zu vermittelten, dass es die gleiche Gesinnung ist, welche einen für das Stipendium auszeichnet. Diese reicht jedoch alleine nicht aus. Ein starkes soziales Engagement und gute Noten sind Punkte an denen erkannt wird, wie zielstrebig der Bewerber seine Vorstellungen verfolgt.

Das soziale Engagement ist im besten Fall genauso spezifisch auf die gewählte Stiftung ausgerichtet. Beispiele wären Arbeiten oder Praktika in kirchlichen, wie auch politischen Unternehmen. Darüber hinaus kann selbst das Amt des Schülersprechers für eine gute Ambition stehen. Es kann allerdings gesagt werden, dass Bewerber nicht schlagartig anders wählen oder zu einem neuen Glauben konvertieren müssen, da diese Engagements lediglich als „Leistungsnachweise“ gesehen werden.

Zusätzliche Schreiben:

  • Ein ausgeschriebener Lebenslauf (selten)
  • Ein Motivationsschreiben
  • Die Zeugnisse & Co
  • Empfehlungen von Dozenten

Die „zusätzlichen Schreiben“ sind der spezielle Anhang einer Bewerbungsmappe, wenn es um ein Bewerbungsschreiben geht. Das Motivationsschreiben dient als berüchtigte „dritte Seite“ zum Lebenslauf für eine Erläuterung der persönlichen Beweggründe des gewünschten Stipendiums.

Ein Standardteil, welcher jedoch auch hier nicht fehlen darf, sind die Schul-, Praktikums- und Arbeitszeugnisse. Am Ende kommt ein weiteres bedeutendes Element, in Form der Empfehlungen, hinzu. Diese können von Arbeitgebern oder auch Lehrkräften stammen und bescheinigen die Leistungen, welche der Bewerber durch seine Arbeit oder während der Schulzeit erringen konnte.

Das Auslandsstipendium – Vielfalt & Bedingungen

Ein Stipendium in der eigenen Heimat zu bekommen ist bereits ein riesiger Erfolg. Für viele Heranwachsende kommt jedoch nur ein internationaler Studienplatz infrage. Die Verlockungen von anderen Kulturen und neuen Erfahrungen ist groß, doch auch im Ausland werden Stipendien nicht verschenkt. Die Bewerber stehen im direkten Vergleich zu den ausländischen Studenten und geraten dabei nicht selten ins Hintertreffen.

Für internationale Bewerber werden daher spezielle Stipendien vergeben, welche eine ausreichende finanzielle Unterstützung bieten und für jedermann erreichbar sind. Dies kommt zustande, da Universitäten viel Wert auf eine multikulturelle Schülerschaft legen und sie somit für ihre Lehranstalt gewinnen können. Angehende Sportler, Künstler und Wissenschaftler können auf ihr Talent aufbauen und sich durch herausragende Leistungen für internationale Universitäten anpreisen.

In Deutschland werden Stipendien dieser Art exemplarisch durch das Auslands-BAföG, Stipendien des „Deutschen Akademischen Austausch Dienstes“ (DAAD), wie auch die Begabtenförderungswerke abgewickelt. Außerdem gibt es eine Vielfalt an Stipendien, welche durch die direkte Zusammenarbeit mit vereinzelten Ländern möglich werden. Beispiele sind unter anderem das DeAN-Stipendium des deutsch-australischen Netzwerkes sowie das deutsch-amerikanische Fulbright-Stipendium. Solche Stipendien setzen auf ein besseres Verständnis zwischen den beteiligten Ländern und können Studenten dabei helfen, sich ohne Umwege für ihr Wunschziel zu bewerben.

Ein Beitrag von Stefan Gerth – Leiter der PR-Abteilung des Bewerbungsservice „Die Bewerbungsschreiber“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.