Jedes Jahr die gleiche Frage: Studium oder Ausbildung?

Studium oder Ausbildung?Nach dem Abitur bleibt den meisten jungen Leuten nicht viel Zeit, sich ausgiebig auf die faule Haut zu legen. Die einen gehen für ein Jahr ins Ausland, andere absolvieren einen Freiwilligendienst und viele beginnen nach einigen Wochen schon mit ihrer beruflichen Ausbildung. Doch die Entscheidung zwischen Ausbildung und Studium ist gar nicht so leicht.

Vor dem Abschluss

In den seltensten Fällen ist es so, dass sich ein Abiturient vor seinem Abschluss noch keine Gedanken über seinen weiteren Werdegang gemacht hat.

Zahlreiche Gespräche mit Eltern, Lehrern, Freunden und Verwandten sind da viel eher die Regel. Doch die Fülle an gut gemeinten Tipps und Ratschlägen löst bei vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen genau das Gegenteil dessen aus, was sie bewirken sollen – große Verwirrung! Viele Eltern sind für eine bodenständige Ausbildung. Akademikereltern sind in der Regel für ein Studium. Und die beste Freundin geht erst mal nach Afrika. Last but not least empfiehlt der Lieblings-Onkel wärmstens das Jurastudium.

Dabei ist und bleibt es dabei, dass die Entscheidung für den weiteren Weg nur derjenige treffen kann, der diesen beschreiten möchte. Und zwar allein! Damit dem Schulabgänger die Besinnung aufs Wesentliche etwas leichter fällt, sollte er sich über folgende Aspekte Gedanken machen:

  • Die Berufsausbildung ist vorteilhaft, wenn man sich mehr für praktisch-organisatorische Tätigkeiten interessiert. Eine Ausbildung im Betrieb und an einer Berufsschule oder an einer Berufsfachschule kann auch als Vorbereitung oder zur Orientierung für ein anschließendes Studium hilfreich sein. So sammelt man Pluspunkte beim späteren Arbeitgeber, denn Firmen bevorzugen Bewerber, die ein Studium und eine Ausbildung vorweisen können.
  • Nicht jeder Abiturient möchte studieren, aber eine Lehre ist dann doch zu wenig. Beim Dualen Studium – praktisches Lernen im Betrieb und Theorieblöcke an einer Bildungseinrichtung – ist beides aufeinander abgestimmt.
  • Beim Studium an einer Hochschule ist die Wahl der Studieneinrichtung entscheidend – was eine Hochschule zu welchen Bedingungen anbietet. Staatliche Hochschulen bieten z.B. flexiblere Studienvarianten an wie private Hochschulen und verfügen über internationale Netzwerke und Kooperationen. Die Zahl der Studiengänge ist mittlerweile kaum noch überschaubar. Eine Studiengangberatung ist hier sehr hilfreich.

Auf jeden Fall sollte man nichts überstürzen. Schließlich geht es um Lebensplanung. Nicht ohne Grund gehen so viele Schulabgänger nach dem Schulabschluss erst einmal ins Ausland. Hier kann man die eigenen Stärken besser kennenlernen und auch noch ganz andere Seiten an sich selber entdecken, die einem völlig neu sind. Den gleichen Effekt kann aber auch ein soziales Jahr oder der Bundesfreiwilligendienst haben.

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