Tipps für die Ausbildung zur Steuerfachangestellten

Für den Bereich der Steuern werden stetig gut ausgebildete Fachkräfte gesucht. Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer benötigen täglich helfende Hände, die sie bei dem steigenden Arbeitsaufkommen unterstützen. Als kaufmännische Organisationstalente sind sie nicht mehr aus dem Arbeitsbereich der Steuern wegzudenken: die Steuerfachangestellten.

Wissenswertes zur Ausbildung

Die Ausbildung ist im Berufsbildungsgesetz einheitlich geregelt. Zur Führung der Berufsbezeichnung Steuerfachangestellter ist eine bestandene Abschlussprüfung vor der zuständigen Steuerberaterkammer notwendig. Um die aus schriftlichem und mündlichem Teil bestehende Prüfung erfolgreich zu absolvieren, ist eine gute Vorbereitung Pflicht. In der dreijährigen Ausbildung lernen angehende Steuerexperten zahlreiche Inhalte durch eine Kombination aus Praxistagen und Berufsschulzeiten. Eine Verkürzung der Ausbildungszeit ist möglich und richtet sich nach dem erworbenen Schulabschluss und den Leistungen während der Ausbildung. Grundsätzlich gibt es keine Zugangsvoraussetzungen und die Schulen legen ihre eigenen Auswahlkriterien fest.

Die Ausbildungsinhalte sind einheitlich geregelt und setzen sich aus den folgenden Bereichen zusammen:

  • Wirtschaftsrecht
  • Betriebswirtschaftliche Grundlagen
  • Steuerwesen: u.a. Einkommensteuer, Gewerbesteuer, Abgabenordnung, Umsatzsteuer
  • Rechnungswesen

Die Ausbildungsinhalte für Steuerfachangestellte sind breit gefächert. Bedingt durch mögliche Änderungen der Steuergesetze und Richtlinien ist eine stetige Weiterbildung ratsam. Auch während der Ausbildung können Änderungen der Steuergesetze in Kraft treten. Das nachrichtliche Tagesgeschäft ist daher von großer Bedeutung, um auf dem aktuellen Stand des Wissens zu bleiben. Besonders für die Vorbereitung auf die Abschlussprüfung sollten politische Tagesnachrichten regelmäßig verfolgt und eventuelle Steuerdiskussionen eingehend studiert werden.

Die Ausbildungsvergütung ist nicht einheitlich geregelt und regionalen Unterschieden unterworfen. Die Steuerberatungskammern haben lediglich Empfehlungen ausgesprochen, die im ersten Lehrjahr zwischen 500 € und 700 €, im zweiten Jahr zwischen 600 € und 750 € und im letzten Ausbildungsjahr zwischen 700 € und 800 € liegen. Genaue Informationen vor Beginn der Ausbildung einzuholen, ist somit lohnenswert.

Die Tätigkeiten nach der Ausbildung

Mit bestandener Abschlussprüfung darf die Berufsbezeichnung offiziell geführt werden. Haupttätigkeit ist die Unterstützung von Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und auch in Dienstleistungsunternehmen mit Finanz- oder Steuerschwerpunkten. Wichtiger Aspekt der Tätigkeit ist der Mandantenkontakt oder die Korrespondenz mit zuständigen Finanzämtern und anderen Einrichtungen. Eine Weiterbildung zum Steuerfachwirt ist nach dreijähriger Praxistätigkeit möglich. Nach zehn Berufsjahren kann sogar die Steuerberaterprüfung abgelegt werden.

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