Die Vorteile eines Studiums Generale

Viele Abiturienten sind direkt nach dem Abitur noch unschlüssig, was sie eigentlich studieren oder später einmal arbeiten möchten. Vielleicht geht es dir ähnlich, denn mit durchschnittlich 18 bis 19 Jahren ist ein Abiturient noch sehr jung, wenn es um große Entscheidungen wie die Studienwahl gibt.

Hast du schon einmal vom sogenannten Studium Generale gehört? Es gibt unterschiedliche Definitionen des Begriffs. Hier kannst du nachlesen, was dahinter steckt.

Die Qual der Studienwahl

Zum einen bezeichnet ein Studium Generale eine Art Schnupperstudium, bei dem Abiturienten nach dem Abitur einige Semester lang unterschiedliche Studienfächer und Disziplinen vermittelt werden.

Es dient somit der Orientierung und hilft noch unentschlossenen Abiturienten dabei, herauszufinden, was sie langfristig studieren und später einmal als Beruf ausüben möchten. Insbesondere sehr gute Schüler, die in vielen unterschiedlichen Fächern in ihrem Abitur eine hohe Punktzahl erreichen konnten, können sich hier darüber klar werden, wo ihr beruflicher Schwerpunkt liegt.

Wer sich im Anschluss für eine Studienrichtung entscheidet, der bekommt die bereits absolvierten Kurse angerechnet, so dass hier auch keine Zeit verloren geht. Dieses anfängliche Orientierungsjahr ist auch am Salem Kolleg am Bodensee möglich. Statt Überforderung angesichts einer schier endlosen Fächerauswahl kann hier das wissenschaftliche Arbeiten Schritt für Schritt kennengelernt und erlernt werden kann. Ein Studium auf Probe sozusagen!

Humanistische Allgemeinbildung als Grundwert

Darüber hinaus beinhaltet der Begriff im Allgemeinen auch Vorlesungen und Seminare, die nicht obligatorisch sind und somit der breiten Öffentlichkeit zugänglich sind. Die Möglichkeit, eine umfassende Bildung über die eigene Fachdisziplin hinaus zu erlangen, ist hier das Ziel des Grundgedankens dahinter.

Oft scheitern Berufsanfänger an fehlender Praxis ebenso wie an mangelnder Allgemeinbildung, da sie lediglich ihr Fachgebiet beherrschen. Dieser Entwicklung hält das Studium Generale entgegen und ermöglicht eine außerdisziplinäre Weiterbildung auf universitärem Niveau. So kann man einen Blick über den Tellerrand wagen und sich kontinuierlich eine Bildung außerhalb des eigenen Fachgebiets aneigenen.

Ebenso dient es auch allen Interessierten, sich jederzeit an der Universität fortbilden zu können, ohne ein Studium mit Examen zu absolvieren. Dieses Angebot wird nicht selten auch von Rentnern wahrgenommen, die ihre Zeit sinnvoll nutzen möchten und einen Einblick in unterschiedliche Fachrichtungen erhalten wollen. Das Studium Generale greift auf die Bildung im Mittelalter zurück, als Studenten sich umfassend in unterschiedlichen Disziplinen und breitgefächert fortbildeten. Mit einem Studium Generale ist eine gute Basis für eine erfolgreiche wissenschaftliche Karriere geschaffen.

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