Wahlmöglichkeiten, Einschränkungen und Regelungen bei der Krankenversicherung für Studenten

 Studenten-KrankenbersicherungStudenten werden mit der Einschreibung an einer Hochschule ezüglich Krankenversicherung versicherungspflichtig. Allerdings gibt es hier auch Ausnahmen: Die wichtigste davon ist, dass Studierende beitragsfrei über die gesetzliche Krankenversicherung der Eltern mitversichert sind. In der sogenannten Familienversicherung ist das machbar bis zum 25. Geburtstag des Studierenden. Diese Möglichkeit der Familienversicherung verlängert sich über das 25. Lebensjahr hinaus um die Zeit:

  • des Wehr- oder Ersatzdienstes
  • des freiwilligen Wehrdienstes
  • eines Freiwilligendienstes
  • eines vergleichbaren anerkannten Freiwilligendienstes

Die Voraussetzungen für die Familienversicherung der GKV können hier detailliert nachgelesen werden.

Was leistet und was kostet die gesetzliche Krankenversicherung für Studenten?

Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen sind nahezu identisch, denn schließlich sind sie im Sozialgesetzbuch vorgeschrieben. Mögliche Zusatzleistungen kommen nur durch Kulanz zustande. Tritt die Beitragspflicht ein, ist der Beitrag für die studentische Krankenversicherung  vom Bundesministerium für Gesundheit einheitlich für alle gesetzlichen Krankenkassen gleich hoch festgelegt. Die Monatsprämie beträgt 64,77 Euro für die Krankenversicherung und 12,24 Euro für die Pflegeversicherung. Studenten zahlen keine Zusatzbeiträge. Zu beachten ist, dass spätestens nach vierzehn Semestern oder mit dem 30. Geburtstag die Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen deutlich ansteigen.

Was leistet und was kostet die gesetzliche Krankenversicherung für Studenten?

Die PKV bietet eine bessere, weil umfassendere Versorgung gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung. Die PKV bietet einige Vorteile u.a. durch den Wegfall fast aller Zuzahlungen zu medizinischen Leistungen, durch die teilweise bevorzugte Behandlung durch ein Anrecht auf ein Doppel- oder Einzelzimmer und auf Behandlung durch den Oberarzt im Krankenhaus. Wegen der unterschiedlichen Tarifmodelle (ohne/mit Selbstbeteiligung in verschiedener Höhe, Einschränkungen bei bestimmten Therapien, etc.) und natürlich der vielen Versicherungskonzerne gibt es eine große Anzahl von Tarifen, deren Vergleich nicht immer einfach ist. Mittlerweile gibt es aber gute Vergleichsrechner im Internet, die das Vergleichen erleichtern.

Für eine Studentin rechnet sich eine private Krankenversicherung in fast keinem Fall, denn die Kosten betragen im Vergleich zu Männern oft mehr als das doppelte. Männliche Studenten wären in der gesetzlichen Krankenversicherung nur bis zum 30. Lebensjahr bzw. bis zum 14. Semester kostengünstiger versichert. Danach ist die private Krankenversicherung preiswerter.

Unter welchen Voraussetzungen können Studenten in die PKV wechseln?

In jedem Fall besteht die Möglichkeit des Wechsels zu Studienbeginn und zwar bis 3 Monate nach der Einschreibung. Danach ist der Wechsel innerhalb des Studiums nur möglich, sobald die Familienversicherung endet oder bei Überschreiten des 14. Fachsemester bzw. des 30. Lebensjahr. Zu beachten ist, dass die einmal getroffene Entscheidung für die PKV während des kompletten Studiums nicht mehr änderbar ist. Hat man sich für die PKV entschieden, kann man nach Studienende wieder in die gesetzliche Krankenversicherung eintreten, wenn man eine sozialversicherungspflichte Arbeit beginnt. Weitere detaillierte Informationen sind hier zu finden.

Private oder gesetzliche Krankenversicherung – wie soll sich der Student entscheiden?

Studenten ist es frei gestellt zu entscheiden, ob sie in die gesetzliche oder private Krankenversicherung (PKV) für Studenten eintreten wollen. Dies ist eine Frage, die sich vor allem die Studierenden stellen sollten, die nicht in der Familienversicherung ihrer Eltern mitversichert sind, oder kurz davor stehen, aus dieser auszuscheiden.

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