Weiterbildung im Bereich Logistik? Diese Optionen gibts

Kaum eine Branche bietet so viele Berufsoptionen wie die Logistikbranche. Der Grund dafür ist denkbar einfach, denn: Solange Menschen konsumieren, müssen Konsumgüter auch transportiert werden. Und damit eben dieser Transport reibungslos klappt, sorgen tagtäglich unzählige Fachkräfte dafür. Welche Aus- und Weiterbildungsoptionen es für Fachkräfte im Bereich Logistik gibt, darüber verschafft der Deutsche Speditions- und Logistikverband e. V. (DSLV) online einen umfassenden Überblick über die möglichen Berufe in der Logistik. In diesem Beitrag werden 3 Varianten vorgestellt sowie grundlegende Informationen zur Aus- und Weiterbildung im Logistiksektor geliefert.

Der Ausgangspunkt ist meist eine duale Ausbildung

Meist entscheidet die Region darüber, welche Ausbildung in Frage kommt. So ist die Ausbildung zur Fachkraft für Hafenlogistik oder zum Schifffahrtskaufmann natürlich stärker an die Nähe zu einem Hafen gebunden. Fachkräfte für Lagerlogistik und Speditionskaufleute werden hingegen deutschlandweit ausgebildet, denn Speditionen und Lager gibt es überall. Und auch wenn in der Branche häufig angelernte Kräfte tätig sind, so zeigen sich auch hier deutliche Verdienstunterschiede. Wer indes Karriere im Bereich Logistik machen möchte, dem stehen sowohl kaufmännische als auch praktische Weiterbildungen offen. Einige soll nun exemplarisch vorgestellt werden.

  1. Die kaufmännische Weiterbildung zum Fachwirt für Logistik. Fachwirte für Logistik haben in aller Regel eine Ausbildung zum Kaufmann für Spedition- und Logistikdienstleistung absolviert. Während der Weiterbildung werden diese Themenbereiche behandelt:
    1. Entwicklung und Konzeption von Güterverkehrs- und Logistikdienstleistungen
    2. Erstellung und Vermarktung von Güterverkehrs- und Logistikdienstleistungen
    3. Kommunikation, Führung und Zusammenarbeit
  2. Die Meisterweiterbildung zum Geprüften Logistikmeister. Wer diese Weiterbildung absolviert, strebt eine leitende Position an. Diese kann die Koordination des Materialflusses ebenso beinhalten, wie den Warentransfer (Warenannahme/Warenausgabe) oder organisatorische Aufgaben im Personalbereich. Für die Weiterbildung zum Geprüften Logistikmeister gibt es kein verbindliches Schulungsangebot, wohl aber eine bundesweit einheitlich geregelte Prüfung. Besonders zielführend ist es, den Lehrgang zum Geprüften Logistikmeister bei der Dekra Akademie zu absolvieren. Hier werden die Teilnehmer explizit auf die anstehende Prüfung vorbereitet.
  3. Die Weiterbildung zum Techniker in Verkehrstechnik. Wer diese Weiterbildung erfolgreich abschließt, wird im Personen- und Güterverkehr tätig sein. Verkehrskonzeption, Verkehrsplanung und Verkehrsmanagement gehören zu den Aufgabenbereichen. Ziel dieser Position ist, alle Möglichkeiten der Fortbewegung mit Bahn und Bus für die Reisenden (oder für Transporteure sinnvoll zu vernetzen. Auch die Kontrolle der auferlegten Qualitätsstandards sowie die Erarbeitung von Notfallplänen gehören zu ihrem Aufgabenbereich.

Darum ist eine Weiterbildung sinnvoll

Die drei vorgestellten Weiterbildungsoptionen bilden eine kaufmännische, eine Techniker- und eine Meister-Weiterbildung ab und zeigen damit auch: Die Möglichkeiten, die sich im Bereich Logistik auftun, sind groß. Und so hat letztlich auch niemand mehr eine Ausrede, nicht die „passende“ Weiterbildung zu finden.

Welche Richtung es letztlich werden soll, ist meist abhängig vom ursprünglichen Ausbildungsberuf. Wer einen kaufmännischen Beruf erlernt hat, wird sich in aller Regel auch um eine kaufmännische Weiterbildung bemühen. Wer einen eher praktischen Beruf erlernt hat, kann sich nach seinen individuellen Interessen zum Techniker oder Meister weiterbilden. Warum es überhaupt sinnvoll ist, eine Weiterbildung zu absolvieren, hat unzählig viele Gründe. Einige davon sind diese:

  • Die Weiterbildung im Beruf hebt den Facharbeiter grundsätzlich von denjenigen ab, die aktuell dieselbe Ausbildung absolvieren und damit auch auf denselben Arbeitsmarkt drängen.
  • Eine Weiterbildung, die auf den ursprünglichen Ausbildungsberuf abgestimmt ist, könnte zielgerichteter und effektiver nicht sein. So wird unbewusst das ursprünglich Gelernte direkt noch einmal aufgegriffen und fachlich ergänzt.
  • Wer eine Weiterbildungsmaßnahme erfolgreich durchläuft, der punktet meist privat und beruflich: Lob und Anerkennung im privaten Bereich und eine Aufwertung der beruflichen Position in punkto Verantwortung und Gehalt gehen meist mit dem Abschlusszeugnis einher.
  • Wenn nach einer Weiterbildung nicht direkt eine „bessere“ Position winkt, so war diese längst nicht umsonst. Jede Weiterbildung macht sich besonders gut im Lebenslauf – und erleichtert die Suche nach einem passenden neuen Job.

Richtig ist allerdings auch: Eine Weiterbildung ist zeitaufwendig. Dass das Thema Weiterbildung beispielsweise auch im Urlaub nicht ruhen muss, zeigt dieser Beitrag mit 15 Weiterbildungsideen, die sich auch im Urlaub umsetzen lassen.

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