Wie Mobbing Lehrern das Leben schwer machen kann

SchulunterrichtTrotz vielen Vorurteilen, derben Späßen über ihren Beruf und Problemkindern, gibt es glücklicherweise immer noch junge Menschen, die sich diese Berufung zutrauen.

Ein wiederkehrendes Problem mit

dem Lehrer zu kämpfen haben, sind die Rangeleien der Kinder untereinander, woraus im schlimmsten Fall auch Mobbing werden kann. Doch wie unterscheidet man als Lehrer zwischen Mobbing und mehr oder weniger harmlosem „Kräftemessen“? Wie geht man richtig mit den Eltern um? Wie vermeidet man ein Zuspitzen der Lage? Gerade beim Thema Mobbing sollte man sich als Lehrer über die Wichtigkeit der Materie im Klaren sein.

Wie die Kinder von heute sich „durchschlagen“

Man muss nur öfter die Nachrichten verfolgen um zu erkennen, dass die Kinder von heute einfach härter drauf sind. Das beginnt bereits mit der extrem frühen Pubertät und den daraus resultierenden „Machtkämpfen“, die es sowohl zwischen den Schülern selbst, als auch zwischen Lehrer und Schüler gibt. Als Lehrer sitzt man nur allzu oft zwischen zwei Stühlen, denn man möchte den Gemobbten zwar helfen, aber oftmals ist es gar nicht so leicht heraus zu finden, wer denn eigentlich der Täter ist! Oft erlebt man, dass die Mobbing-Opfer aus Angst vor Sanktionen ihrer Peiniger sich nicht trauen etwas zu sagen. Dennoch liegt es nicht an den Kindern selbst. Wie schon Sutherland Neill sagte: „Es gibt keine problematischen Kinder, es gibt nur problematische Eltern.“. Natürlich ist das überspitzt formuliert, denn auch wenn ein Kind immer Produkt seiner Erziehung ist, so spielt natürlich auch der eigene Charakter eine Rolle.

Ein Produkt der Umstände

Dennoch ist zu beobachten, dass gerade Kinder die aus problematischen Familienverhältnissen dazu neigen ihrem Frust anderweitig Luft zu verschaffen. Oftmals sind es Schlüsselerlebnisse in den frühsten Jahren, die ein Kind das ganze Leben prägen. In der Psychologie gibt es hierfür sogar ein Experiment das zeigt, dass solche Kinder meist gar nicht anders KÖNNEN! Diesen Prozess nennt man nämlich „Lernen am Modell“ nach Bandura & Walters die dazu einige Versuchsreihen durchführten. So liegt es in der Natur von Kindern zu imitieren was sie sehen!

Verständnis und Durchsetzungsvermögen

Warum es wichtig ist, das alles zu bedenken? Oft fällt es im Eifer des Gefechtes als Lehrer schwer genug, einen klaren Kopf zu behalten und mit diesem Wissen im Hinterkopf sollte man nicht mehr mit dem Damokles-Schwert urteilen. Nichtsdestotrotz muss bei Mobbing hart und bestimmt durchgegriffen werden, denn auch die Opfer können bleibende psychische Schäden davon tragen. Man denke nur an die diversen Fäll von Cyber-Mobbing, bei denen sich einige Schüler bereits das Leben nahmen. So etwas muss unbedingt verhindert werden.

Als Mitverantwortlicher sollte sich mit dem Opfer zusammensetzen und ihm das Gefühl geben, verstanden zu werden! Natürlich müssen auch die Eltern beider Parteien eingeschaltet werden. Diese sollten aber möglichst nicht zusammen mit ihren Kindern zum Gespräch kommen! Als Lehrer den Vermittler zwischen den Kindern als auch den Eltern zu spielen, ist definitiv kein Pappenstiel. Deshalb hat der renommierte Mobbingexperte Herr Werner Ebner in Zusammenarbeit mit dem Beamten-Infoportal einen äußerst informativen Leitfaden für Lehrer geschrieben, der auf jeden Fall einen Blick wert ist.

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