Wieviel BAföG steht dir zu?

BAföG ist eine tolle Erfindung für alle, die ohne finanzielle Schwierigkeiten eine Ausbildung absolvieren möchten. Der Bezug von BAföG ist an gesetzliche Bestimmungen und Regeln gebunden. Da ist es nicht verwunderlich, wenn der Eine oder Andere Schwierigkeiten hat, im Gesetzesdschungel den Durchblick zu behalten. Am wichtigsten ist immer die Frage nach der Höhe der Zahlungen. Davon ist dein künftiger Lebensstandard abhängig. Reicht das BAföG nicht aus, dann musst du dir unter Umständen einen Nebenjob suchen. Diese wertvolle Zeit geht von der Ausbildung ab. Besser ist es deshalb, du erkundigst dich vorher genau, wie viel BAföG dir zusteht.

Vermögensverhältnisse und Einkommen der Familie im Vorfeld prüfen

Fakt ist, dass die wenigsten Studenten den Höchstbetrag an BAföG-Förderung bekommen. Viele Studierende müssen sich mit einer Teilförderung zufrieden geben. Das resultiert aus der Tatsache, dass BAföG abhängig vom Einkommen und dem Vermögen der Eltern gezahlt wird. Umso höher das Einkommen der Eltern, desto geringer fällt dein BAföG-Anspruch aus. Die gleichen Voraussetzungen gelten auch für das Einkommen des Ehepartners.

Selbstverständlich berücksichtigt die Behörde, wenn es zu Änderungen der Einkommensverhältnisse kommt. Deshalb wird das BAföG aller sechs Monate neu berechnet. Doch bevor du den Antrag stellst, solltest du auch deine eigenen Vermögensverhältnisse prüfen. Vielleicht haben deine Großeltern ein Sparbuch für dich angelegt? Möglicherweise wird von fürsorglichen Verwandten auch ein Konto unter deinem Namen geführt? Solches Vermögen kann den BAföG-Anspruch verhindern.

Freibeträge werden nicht auf das Vermögen angerechnet

Die Höhe der zukünftigen Leistungen richtet sich nach dem Bedarf. Hierfür errechnet der Gesetzgeber einfach den Durchschnitt für alle Studenten. Dabei gilt die Formel: BAföG minus anrechenbares Einkommen und Vermögen des Auszubildenden, der Eltern und des Ehepartners, ergibt den Bedarf. Darüber hinaus stehen dir, deinen Eltern und Ehepartner bestimmte Freibeträge zu. Diese werden nicht auf das Vermögen angerechnet.

Wenn du in einer günstigen Region wohnst, hast du einen eindeutigen Vorteil gegenüber teuren Gebieten. Bei der Berechnung wird zwischen Studenten mit eigener Wohnung und Studenten, die noch bei den Eltern wohnen, unterschieden. Das BAföG setzt sich aus einem Grundbedarf und einem Zuschlag für die Kranken- und Pflegeversicherung zusammen. Je nach Art der Ausbildung bewegt sich der Grundbedarf inklusive Zuschlag bei Studenten ohne eigene Wohnung zwischen 285 Euro und 495 Euro. Studenten mit eigener Wohnung haben Anspruch auf BAföG in Höhe von 538 Euro bis 670 Euro.

BAföG Anspruch individuell mit Rechner prüfen

Im Internet hast du die Möglichkeit, dein BAföG individuell zu berechnen. So gibt es beim Bescheid keine bösen Überraschungen – BAföG-Rechner.

Nicht zuletzt gibt es auch Studenten, die bereits eigene Kinder haben. Das wird bei der Berechnung des BAföGs mit berücksichtigt. Für das erste Kind gibt es 113 Euro Zuschlag und für jedes weitere Kind 85 Euro Erhöhung. Natürlich wohnen Studenten mit Kindern in den eigenen vier Wänden. Hier kann zusätzlich der Anspruch auf Wohngeld überprüft werden. Alles in allem sollten Studenten bei der Beantragung von BAföG nichts dem Zufall überlassen. Eine vorherige Prüfung des Anspruchs hilft bei der Planung der künftigen Jahre.

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