Das besondere Programm – Work&Travel und/oder Praktika in Australien und Neuseeland

Work&Travel oder/und Praktika in Australien und NeuseelandWie jedes Jahr wird in wenigen Wochen der Run auf Work & Travel in Australien und Neuseeland wieder starten. Während sich die Backpackers von Melbourne über Sydney, Brisbane, Cairns und Ayers Rock wieder die Hostel-Klinken in die Hand geben werden, wäre es doch nicht unklug zu überlegen, ob man mit dem schließlich nur einmal zu bekommenden Working Holiday-Visum nicht mehr anfangen kann als irgendwo als Erntehelfer zu schuften und dann das sauer verdiente Geld für die Weiterreise und die Hostel-Party auszugeben.

Ein solcher alternativer Plan könnte durchaus ein Praktikum in einem australischen oder neuseeländischen Betrieb oder einer Organisation sein. Das „Working Holiday Visum“ für die beiden Länder deckt auch das Arbeiten in Praktika bis zu 12 Monaten ab, so dass man sogar seinen „Work&Travel“-Aufenthalt ohne Visumswechsel mit einem Praktikum verbinden kann.

Der Unterschied zwischen den beiden Arbeitsarten ist vielleicht nicht jedem klar. Aber es ist der zwischen jemandem, der/die unter lauter (meist nicht einheimischen und gering entlohnten) Erntehelfern unter heißem Himmel Spargel sticht, Erdbeeren pflückt oder Kiwis erntet, und dem-/ derjenigen, der/die sich in einer Firma oder Organisation, für deren Produkte oder Dienste er oder sie sich interessiert, mit deren Arbeitswelt vertraut macht, die jeweilige Fach- oder Bürosprache erlernt und nicht zuletzt auch einen echten Eindruck davon bekommt, ob sich das Arbeitsfeld tatsächlich für die spätere Ausbildung oder ein Studium eignet.

Der unkomplizierte Weg zum („Working Holiday“)-Visum ist für Australien und Neuseeland weitgehend gleich. Im wesentlichen genügt das Alter zwischen 18 und 30 Jahre und eine gewisse Geldsumme als Rücklage für den Fall, dass man keine Arbeit findet. Englischkenntnisse werden nicht geprüft. Anders als bei Work&Travel sollte ein Praktikum allerdings im Vorhinein durch einen Praktikumsvertrag beschrieben und abgesichert sein, so dass man als PraktikantIn die wesentlichen Daten über Anfang und Ende des Praktikums, den Arbeitsbereich, den Supervisor, die tägliche Arbeitsdauer, ein abschließendes Zeugnis u.ä. fest vereinbart hat, und nach Möglichkeit über den Arbeitgeber oder durch eine Agentur auch bereits eine Unterkunft arrangiert hat.

Zum Bewerbungsgang mit seinen zentralen Papieren Lebenslauf und Bewerbungsschreiben benötigt man nun allerdings einige Grundkenntnisse über die Bewerbungskultur der Länder. Zu leicht passiert es, dass mit viel Mühe erstellte Papiere im Papierkorb des Adressaten landen, weil man aus Unkenntnis der Gepflogenheiten einen oder gleich mehrere kulturelle Affronts eingebaut hat.

Verhandlungen über ein Praktikumsgehalt sind in Australien und Neuseeland im übrigen selten erfolgreich, da in beiden Ländern die Auffassung besteht, der Praktikant habe für seine Ausbildung eher zu bezahlen als bezahlt zu werden. Es ist daher ratsam, die Lebenshaltungskosten für einen Praktikumsaufenthalt im Vorhinein anzusparen (die Lebenshaltungskosten sind etwa auf dem deutschen Niveau) und dabei die Kosten für eine private Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung nicht zu vergessen (etwa ab 40 € pro Monat). Die Gebühren für eine Praktikumsvermittlung betragen je nach Agentur etwa ab € 900.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.