„Zeitschriften in die Schulen“: Kostenloses Leseförderungsangebot für Schulen

Anmeldezeitraum für neue Runde am 5. September 2014 gestartet

„Micky Maus“ oder „GEOlino“ im Unterricht lesen? Klar – und zwar nicht heimlich unter dem Tisch, sondern als Teil des Schulunterrichts und mit kritischem Blick. Das erfolgreiche Projekt „Zeitschriften in die Schulen“ nutzt das Leseförderpotenzial von Zeitschriften und motiviert über die Einbindung der Zeitschriftenlektüre in den Schulunterricht Kinder und Jugendliche nachweislich zum Lesen.

Seit dem 5. September können sich interessierte Lehrkräfte der Klassenstufen 3 bis 8 für die neue Projektrunde im Schuljahr 2014/2015 anmelden. Anmeldungen sind für Grundschulen und für weiterführende Schulen möglich. Nach Ostern 2015 erhalten die teilnehmenden Klassen einen Monat lang ein kostenloses Zeitschriftenpaket, ergänzt durch methodisch-didaktische Anregungen von der Stiftung Lesen.

Lesen spielt in der Schule nicht nur im Deutschunterricht eine zentrale Rolle, sondern begleitet Kinder und Jugendliche in allen Fächern und ist auch über die Schule hinaus Motor für Lebenslanges Lernen und gesellschaftliche Teilhabe. Umso wichtiger ist es, dass in der Schule nicht nur Lesekompetenz vermittelt wird, sondern auch das Interesse und die Freude am Lesen gefördert werden.

Das Medium Zeitschrift eignet sich besonders gut, um gerade diejenigen neugierig zu machen, die sonst weniger gern lesen. Zeitschriften üben in ihrer Themenvielfalt, die die Interessen der Kinder widerspiegelt, eine besondere Faszination aus und animieren so besonders diejenigen zum Lesen, in deren Elternhaus nicht (mehr) gelesen wird. Durch ihre kurzen Texte und bildorientierte Gestaltung ist die Hemmschwelle, die viele Kinder und Jugendliche vom Lesen abhält, deutlich niedriger.

Und das nicht nur kurzfristig, sondern auch auf lange Sicht: Zeitschriften motivieren nicht nur Leseungewohnte zum Lesen, sondern können nachhaltig dem sogenannten „Leseknick“ in der Pubertät entgegenwirken. Die nachhaltige Wirksamkeit des Projekts ist durch mehrfache begleitende Evaluation wissenschaftlich belegt.

Auch Andrea Frank, Lehrerin an der Wimpina-Grundschule, bestätigt den Erfolg des Projektansatzes: „Unsere Schüler waren hoch motiviert und haben sich riesig auf die Tage gefreut, an denen die Zeitungen und Zeitschriften kamen. Wir Lehrer freuten uns, beobachten zu können, wie auch schwache Lesekinder begeistert in der Ecke saßen und lasen und danach in Gespräche mit anderen Lesern, die die gleichen Interessen hatten, vertieft waren. Wir können abschließend sagen, dass sich dieses Projekt sehr positiv auf die Lesemotivation der Kinder ausgewirkt hat und wir auch dementsprechende Rückmeldungen von Elternseite erhielten.“

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